14 – Margareta Hesse »No Barrier«
Die Laserinstallationen von Margareta Hesse verwandeln Orte in multisensorische Erfahrungszonen, in denen die Besucherinnen und Besucher bekannte Räume neu erleben. Barrieren aus Licht scheinen den Durchgang zu versperren und laden dazu ein, dieses spezielle fokussierte Licht mit seinen Millionen von rotierenden Lichtpünktchen ganz aus der Nähe zu erkunden. Dank eines Sicherheitsmechanismus in den Geräten können die Betrachterinnen und Betrachter die Hindernisse aus gleißend roten Lichtstrahlen unbeschadet passieren und in die kinetische Lichtebene, eine Fläche aus Licht, eintauchen wie in ein Meer. Begleitet von einem minimalistischen Orgelsound verweben sich die Installationen mit der architektonischen und semantischen Struktur der barocken Dreieinigkeitskirche. Eine zeitgedehnte Choreografie entführt aus der Hast des schnellen Blickes.
Die Malerin und Lichtkünstlerin Margareta Hesse, ehemalige Professorin an der Fachhochschule in Dortmund, lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin. Inspiriert und fasziniert von der „Immaterialität“ des Laserlichts, das in feinem Dunst wie greifbare Materie erscheint, entwickelt Margareta Hesse seit 2008 raumgreifende, begehbare und interaktive Skulpturen mit roten Lasern, die sie in Museen und auf Lichtkunstfestivals weltweit zeigt. Seit 2008 war Margareta Hesse in zahlreichen Einzelausstellungen und Lichtkunstprojekten in Deutschland und international vertreten.